Der Nobelpreis für Physiologie oder Medizin 2004 |
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Linda B. Buck *1947
(USA)"Für Arbeiten zur Aufklärung des Geruchssinns“
( gemeinsam mit Richard Axel )
Die US-Wissenschaftler Richard Axel und Linda Buck entdeckten, dass die Geruchsempfindlichkeit von Säugetieren auf der Spezifität von Tausenden von geruchsstoffbindenden Rezeptoren aus der Familie der "Serpentinproteine" beruht. Dies sind Proteine, deren Aminosäureketten mindestens 7mal die Zellmembran durchqueren, die also sozusagen auf die Oberfläche der Sinneszellen eingenäht sind. Eine Sinneszelle besitzt einen Typ solcher molekularen Antennen und die Sinneszellen des gleichen Typs senden ihre Nervenfortsätze zu der gleichen Verarbeitungsstelle im olfaktorischen Bulbus des Vorderhirns.
Jeder Geruch reizt eine einmalige Kombination unterschiedlicher Geruchssinneszellen. Das hervorgerufene Erregungsmuster im Gehirn spiegelt unsere "Geruchswahrnehmung".
Molekular sind die tausenden von Geruchsrezeptormoleküle mit den Opsinen verwandt, die den Stäbchen und Zäpfchen im Auge die Lichtdetektion erlauben. Verwandtschaft besteht auch zu vielen Rezeptoren von Neurotransmittern auf den Dendriten von Nervenzellen.
Die Serpentinproteine können also allgemein als Außenreizdetektoren für Zellen verstanden werden. Sie stellen ein erstaunliches, vereinfachendes Prinzip für die Sinnes- und Neurophysiologie dar. - kff