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Isaac Bashevis Singer * 1904 † 1991
(Polen/USA)"Für seine eindringliche Erzählkunst, die mit ihren Wurzeln in einer polnisch-jüdischen Kulturtradition universale Bedingungen des Menschen lebendig werden lässt"
Isaac Bashevis Singer wurde am 14. Juli 1904 in Radzymin bei Warschau als Sohn eines Rabbiners geboren. Er wuchs in einem jiddischsprachigen Armenviertel von Warschau auf. Singer sollte ursprünglich ebenfalls Rabbi werden, entschied sich jedoch, sehr zum Verdruss seiner Familie, für eine schriftstellerische Tätigkeit. 1923 begann er für das jiddische Literaturmagazin Literarische Blätter zu schreiben. Seinen ersten Roman Satan in Goraj konnte er 1933 in Warschau veröffentlichen. 1935 emigrierte er in die USA, wo er als Redakteur für den Jewish Daily Forward tätig wurde. Er ließ sich in New York nieder, das er auch gerne als seine zweite Heimat bezeichnete. 1943 wurde er amerikanischer Staatsbürger. Singer schrieb auch zahlreiche Kinderbücher ("Ich schreibe für Kinder, weil sie noch an Gott, Teufel, Dämonen, Engel, Geister und anderes so altmodisches Zeug glauben."). Seine Werke verfasste er überwiegend auf jiddisch, sie wurden jedoch auf Grund hervorragender Übersetzungen ( u. a durch Saul Bellow ) weltberühmt. Für Aufsehen sorgten auch die Verfilmungen seiner Werke Feinde, die Geschichte einer Liebe und Jentl (mit Barbara Streisand in der Hauptrolle). Isaac Bashevis Singer starb am 24. Juli 1991 in Miami.
Wichtige Werke auf deutsch:
Gimpel der Narr
Der Büßer
Das Erbe
Das Landgut
Das Visum
Noahs Taube
Der Tod des Methusalem
Jentl
Schoscha
Meschugge
Die Familie Moschkat
Der Geschichtenerzähler
Massel und Schlamassel
Ein Tag des Glücks
Mein Vater der Rabbi
Der König der Felder
Der Golem
Verloren in Amerika
Eine Kindheit in Warschau
Schatten über dem Hudson
Feinde, die Geschichte einer Liebe
Der Kabbalist vom East Broadway
Max, der Schlawiner
Ein Bräutigam und zwei Bräute
Die Gefilde des Himmels
Leidenschaften
Als Pharao Ramses gegen die Hethiter zog