| Der Nobelpreis für Literatur 1984 | vor zurück suchen |
Home Chemie Frieden Literatur Medizin Physik Wirtschaft
Jaroslav Seifert * 1901 † 1986
(Tschechien)"Für seine Dichtung, die mit frischer Sinnlichkeit und reicher Erfindungsgabe ein befreiendes Bild menschlicher Unbeugsamkeit und Vielfalt gibt"
Jaroslav Seifert wurde am 23. September 1901 im Prager Arbeiterstadtviertel Zizkov geboren. Bereits im Alter von 19 Jahren veröffentlichte er sein erstes Werk Mesto v slzách (Stadt in Tränen), wenig später (1921) seine erste Gedichtsammlung. In den 20er und 30er Jahren arbeitete er als Journalist und Redakteur bei verschiedenen zum Teil kommunistischen Tageszeitungen und Verlagen (Rovnost, Srsatec, Reflektor). Während des Zweiten Weltkrieges trug er mit seinen Versen, die die tschechische Geschichte thematisierten und aufgriffen, sehr zur Stärkung des Nationalbewusstseins bei. Nach dem Krieg kritisierte er immer öfters das kommunistische Regime in seiner Heimat und erntete dadurch zahlreiche Publikationsverbote. 1969 wurde er zum Präsidenten der tschechoslowakischen Schriftsteller-Vereinigung gewählt, das Husak-Regime setze ihn jedoch sehr bald wieder ab und versah ihn mit einem Berufsverbot. Seifert protestierte energisch gegen den Einmarsch der verbündeten Truppen im August 1968 und unterstützte während des Prager Frühlings politisch verfolgte Schriftsteller. Er unterschrieb auch die "Charta 77", eine im Januar 1977 veröffentlichte Petition gegen die Menschenrechtsverletzungen des kommunistischen Regimes in der Tschechoslowakei. Das 1984 der bedeutendste Literaturpreis des Westens in ein kommunistisches Land ging, sorgte allgemein für ein gewisses Maß an Verwirrung. Jaroslav Seifert starb am 10. Januar 1986 in Prag.
"Der Geruch des Brotes ist der Duft aller Düfte. Es ist der Urduft unseres irdischen Lebens, der Duft der Harmonie, des Friedens und der Heimat."
Jaroslav Seifert
Wichtige Werke:
Mesto v slzách 1921
Samá láska 1923
Slavík zpívá špatne 1926
Poštovní holub 1929
Jablko s klína 1933
Ruce Venušiny 1936
Zpíváno do rotacky 1936
Jaro sbohem 1937
Osm dní 1937
Zhasnete svetla 1938
Vejír Boeny Nemcové 1940
Svetlem odená 1940
Ruka a plamen 1943
Kamenný most 1944
Prilba hlíny 1945
Šel malír chude do sveta 1949
Pozdrav Františku Halasovi 1949
Písen o Viktorce 1950
Maminka 1954
Dílo, 7 Bände 1956-1970
Koncert na ostrové 1965
Odlévání zvonu 1967
Halleyova kometa 1967
Morový sloup 1971
Deštník z Picadilly 1978
Býti básníkem 1983
Wichtige Werke auf deutsch:Im Spiegel hat er das Dunkel 1982
Gewitter der Welt 1984
Was einmal Liebe war 1984
Auf den Wellen von TSF 1985
Erdlast 1985
Der Regenschirm vom Picadilly - Die Pestsäule 1985
Der Halleysche Komet 1986
Die Nacht bricht schon an, aber mach kein Licht 1990
powered by xago.org - Das Weltkulturerbe