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Salvatore Quasimodo * 1901 † 1968
(Italien)"Für seine lyrische Dichtung, die mit klassischem Feuer das tragische Lebensgefühl der Gegenwart ausdrückt"
Salvatore Quasimodo wurde am 20. August 1901 in Modica (Sizilien) geboren. Er studierte ab 1919 zunächst Physik und Ingenieurwissenschaften in Rom und wurde Landvermesser. In dieser Zeit eignete er sich selbst beachtliche Kenntnisse in den klassischen Sprachen Latein und Griechisch an. 1930 konnte er seine erste Gedichtsammlung Acque e Terre (Wasser und Erde) in Florenz veröffentlichen. Im Jahre 1940 schrieb er seine Promotionsarbeit in Literaturgeschichte und wurde Dozent für italienische Literatur am Konservatorium in Mailand. Neben seiner Lehrtätigkeit erlangte er ein hohes Maß an Ansehen als Theaterkritiker und durch seine überragenden Übersetzungen lateinischer und griechischer Dichtungen. 1953 wurde er mit dem Ätna-Taormina-Preis für Lyrik, 1958 mit dem Viareggio Preis ausgezeichnet. Im Jahre 1967 verlieh ihm die Oxford Universität die Ehrendoktorwürde. Salvatore Quasimodo starb am 14. Juni 1968 in Neapel.
"In der Jugend glaubt man, das Glück zwingen zu können. Später zwingt man sich, an das Glück zu glauben."
Salvatore Quasimodo
Elegie
Eisiger Bote der Nacht,
klar bist du zurückgekehrt zu den Balkonen
der zerstörten Häuser, zu beleuchten
die unbekannten Gräber, die verlassenen Reste
der rauchenden Erde. Hier ruht
unser Traum. Und einsam wendest du dich
gen Norden, wo jedes Ding lichtlos
dem Tod entgegeneilt, und du überstehst.
Wichtige Werke:
Acque e Terre 1930 ( Wasser und Erde )
Odore di Eucalyptus 1933
Erato e Apollion 1936
Giorno dopo giorno 1947
La vita non è sogno 1949 ( Das Leben ist kein Traum 1960 )
La terra impareggiabile 1958
Dare e avere 1966
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