Der Nobelpreis für Literatur 1990 vor
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Octavio Paz *1914 †1998
(Mexiko)

"In Würdigung seiner leidenschaftlichen Dichtung mit weiten Horizonten, geprägt von sinnlicher Intelligenz und humanistischer Integrität"

 

Octavio Paz *1914 †1998 Octavio Paz wurde 1914 in Mexiko-City geboren. Mit 17 war er Mitbegründer einer avantgardistischen, literarischen Zeitschrift. Paz begann sich für die großen lateinamerikanischen Dichter zu interessieren, studierte jedoch auch sehr eifrig die Werke von Nietzsche und Marx. 1937 gründete er eine Sekundarschule für indianische Arbeiter- und Bauernkinder auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán. Paz studierte Jura und Philosophie, zunächst in Mexiko, später als Guggenheim-Stipendiat in San Francisco und New York. 1946 trat er in den diplomatischen Dienst Mexikos ein und wurde nach Paris entsandt, wo er unter anderen André Breton, Benjamin Peret und Pablo Neruda begegnete. 1962 wurde Paz mexikanischer Botschafter in Neu-Delhi. 1968 legte er aus Protest gegen das Massaker an einer Studentenversammlung auf der Plaza de Tlatelolco in Mexiko-City seine diplomatischen Ämter nieder.1971 kehrte er in seine Heimat Mexiko zurück, wo er bis zu seinem Tod lebte. Als Paz am 20. April 1998 starb, vergaßen ehemalige linksgerichtete Weggefährten die alten Differenzen. Sein Ansehen in jüngeren linken Kreisen illustriert dagegen der Schriftzug auf einem Schild, das bei seinem Begräbnis getragen wurde: "Ja zu deiner Poesie, nein zu deiner Politik!"

 

Neben dem Nobelpreis für Literatur wurden ihm noch zahlreiche weitere Auszeichnungen verliehen:

 

"Alljährlich am 15. September feiert man um elf Uhr abends auf allen Plätzen die Fiesta des Grito, bei der eine aufgebrachte Menge buchstäblich eine Stunde lang (bis zum Unabhängigkeitstag) johlt, um für den Rest des Jahres besser schweigen zu können"

Octavio Paz

Wichtige Werke auf deutsch:

Das Labyrinth der Einsamkeit 1950
Der Bogen und die Leier 1951
Freiheit auf Ehrenwort 1949
Suche nach einer Mitte 1980
In mir der Baum 1987
Die andere Stimme 1990
Itinerarium (Autobiographie) 1993
Sor Juana Ines de la Cruz oder die Fallstricke des Glaubens 1994
Die doppelte Flamme, Liebe und Erotik 1997
Im Lichte Indiens 1999
Gedichte 1990
Das fünfarmige Delta 2000
Das Vorrecht des Auges 2001


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