Der Nobelpreis für Literatur 1994 |
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Kenzaburo Oe *1935
(Japan)"Für seine Erschaffung einer Welt im Werk, in der sich Leben und Mythos zu einem erschütternden Bild des Menschen in der Gegenwart verdichten"
Kenzaburo Oe wurde am 31. Januar 1935 in Ose, einem kleinen Dorf auf Shikoku, der kleinsten der vier japanischen Hauptinseln, geboren. Schon als Kind lauschte er gerne den Geschichten seiner Großmutter, die auf seiner Heimatinsel ein beachtliches Ansehen als Geschichtenerzählerin genoss. Auf Anraten seiner Mutter verließ Oe 1954 sein Heimatdorf, um französische Literatur an der Universität von Tokio zu studieren. Seine Diplomarbeit schrieb er über das Image von Jean-Paul Sartre. In den Jahren 1999 und 2000 war Oe Inhaber der 1997 eingerichteten Samuel-Fischer-Gastprofessur für Poetik an der Freien Universität in Berlin.
Oe, dessen Sohn Hikaru geistig behindert ist, verfasst oft sehr persönliche, halbautobiographische Werke, wie z.B. Eine persönliche Erfahrung (1968), das von der Geschichte eines Mannes handelt , der versucht, mit der geistigen Behinderung seines Sohnes zurechtzukommen.
Wichtige Werke:
Die Brüder Nedokoro dt. 1980
Eine persönliche Erfahrung dt. 1991
Und plötzlich stumm dt.1994
Der stumme Schrei dt. 1994
Der kluge Regenbaum dt. 1996
Stolz der Toten dt. 1994
Gestern, vor 50 Jahren, ein deutsch-japanischer Briefwechsel(1995, mit Günter Grass )
Der Fang dt. 1994
Verwandte des Lebens dt. 1996
Der Tag, an dem Er selbst mir die Tränen abgewischtdt. 1995
Stille Tage dt. 1994
Reißt die Knospen ab ... dt. 2003
Therapiestation dt. 1995
Grüner Baum in Flammen dt. 2003
Der schwarze Ast dt. 2002
Der atemlose Stern dt. 2003
Stille Tage dt. 2004