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François Mauriac * 1885 † 1970
(Frankreich)

"Für die durchdringende Seelenkenntnis und künstlerische Intensität, womit er in der Form des Romans das Drama des menschlichen Lebens deutet"

 

François Mauriac * 1885 † 1970 François Mauriac wurde am 11. Oktober 1885 als Sohn eines Textilkaufmanns und Weinhändlers in Bordeaux geboren. Nach dem Tod seines Vaters genoss er eine strenge katholische Erziehung bei der Mutter und bei den Großeltern. Nach dem Besuch   einer Schule des Marianitenordens in Candéran studierte er ab 1904 in Bordeaux, ab 1907 in Paris. Bereits 1909 konnte er seinen ersten Gedichtband Les mains jointes veröffentlichen, der in Frankreich beachtlichen Erfolg erzielte. Nach einem längeren Aufenthalt in Italien begründete er 1912 das katholische Magazin Cahiers. Für den Kriegsdienst untauglich, wurde er 1914 Sanitäter beim Roten Kreuz. Mit der Veröffentlichung seines Romans Le baiser au lépreux (Der Aussätzige und die Heilige) gelang ihm 1922 der Durchbruch als einer der großen Schriftsteller Frankreichs. 1926 wurde sein Roman Le désert de l’amour (Die Einöde der Liebe) mit dem Großen Romanpreis der Académie Française ausgezeichnet, zu deren Mitglied er 1933 gewählt wurde. Während des Zweiten Weltkrieges schrieb er unter dem Pseudonym Forez für die literarischen Résistence gegen die deutschen Besatzer und war daher stets auf der Flucht. Ab 1945 schrieb er für den Figaro, 1948 gründete er die Zeitschrift La Table Ronde. 1947 wurde ihm von der Universität Oxford die Ehrendoktorwürde verliehen. 1958 wurde er mit dem Großen Verdienstkreuz der Ehrenlegion ausgezeichnet. François Mauriac starb am 1. September 1970 in Paris.

 

"Je älter man wird, desto durchsichtiger werden die Männer und desto undurchsichtiger werden die Frauen."

François Mauriac

Wichtige Werke:

Les maines jointes 1909
La chair et le sang 1920 ( Fleisch und Blut 1949 )
Le baiser au lépreux 1922 ( Der Aussätzige und die Heilige 1928 )
Génitrix 1923 ( Der Tod der jungen Frau )
Le mal 1924 ( Die Sünde 1953 )
Le désert de l’amour 1925 ( Die Einöde der Liebe )
Thérèse Desqueyroux 1927 ( Die Tat der Thérèse Desqueyroux 1928 )
Destins 1928 ( Schicksale 1929 )
Le nœud de vipères 1932 ( Natterngezücht 1936 )
Les anges noirs 1935 ( Die schwarzen Engel 1936 )
La vie de Jésus 1936 ( Leben Jesu 1936 )
Asmodée 1938 ( Asmodi )
La pharisienne 1941 ( Die Pharisäerin 1946 )
Le sagouin 1951 ( Denn du kannst weinen 1953 )
Mémoires intérieurs 1959 ( Bild meines Ichs 1960 )
Ce que je crois 1963 ( Was ich glaube 1963 )


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