Der Nobelpreis für Literatur 2004

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Elfriede Jelinek

*1946, Mürzzuschlag (Steiermark/Österreich)

"Für den musikalischen Fluß von Stimmen und Gegenstimmen in Romanen und Dramen, die mit einzigartiger sprachlicher Leidenschaft die Absurdität und zwingende Macht der sozialen Klischees enthüllen"

 

Elfriede Jelinek - Nobelpreis für LiteraturElfriede Jelinek wurde am 20.Oktober1946 in Mürzzuschlag (Steiermark) geboren. Schon während ihrer Schulzeit ging sie ans Wiener Konservatorium, wo sie neben Orgel und Blockflöte auch Komposition studierte. Ab 1964 studierte Elfriede Jelinek Theaterwissenschaften und Kunstgeschichte an der Universität Wien, brach das Studium jedoch schon nach kurzer Zeit ab. Zu dieser Zeit begann sie schriftstellerisch tätig zu werden. Von 1970 bis 1973 war sie Mitglied des Arbeitskreises österreichischer Literaturproduzenten.

Nach dem Tod ihres Vaters im Jahre 1969 wurde Elfriede Jelinek verstärkt in der Studentenbewegung aktiv. 1971 konnte sie ihr Orgelstudium am Wiener Konservatorium abschließen. Im Jahre 1972 wurde sie Mitglied der Grazer Autorenversammlung (bis 1993). 1974 heiratete sie Gottfried Hüngsberg. Noch im gleichen Jahr wurde sie Mitglied der Kommunistischen Partei Österreichs (KPÖ).

Ebenfalls 1974 wurde ihr Hörspiel Wenn die sonne sinkt ist für manche schon Büroschluss von der Zeitung Die Presse zum erfolgreichsten Hörspiel des Jahres erklärt. In den 80er Jahren wurde sie wiederholt als Rezensentin für die Monatszeitschrift Extrablatt tätig. 1991 trat sie gemeinsam mit einigen Führungsmitgliedern aus der Kommunistischen Partei Österreichs aus. Seit 1993 ist sie Ehrenpräsidentin der Österreichischen Dramatiker Vereinigung.

Neben dem Nobelpreis für Literatur wurden Elfriede Jelinek noch zahlreiche weitere Auszeichnungen verliehen:


Wichtige Werke:

Lisas Schatten 1967
wir sind lockvögel baby ! 1970
Michael 1972
Die Liebhaberinnen 1975
Die Ausgesperrten 1980
Was geschah, nachdem Nora ihren Mann verlassen hatte oder Stützen der Gesellschaften 1980
Die Klavierspielerin 1983
Clara S. 1984
Krankheit oder Moderne Frauen 1987
Lust 1989
Totenauberg 1991
Stecken, Stab und Stangl - Raststätte - Wolken - Heim. Neue Theaterstücke 1997
Die Kinder der Toten 1997
Ein Sportstück 1998
Gier 2000


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