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André Gide *1869 † 1951
(Frankreich)

"Für sein umfassendes, künstlerisch bedeutendes Werk, in dem menschliche Probleme und Verhältnisse mit unerschrockener Wahrheitsliebe und scharfen psychologischem Blick dargestellt werden".

 

André Gide *1869 † 1951André Gide wurde am 22. November 1869 als Sohn eines Professors der Rechtswissenschaften geboren. Von 1877 bis 1881 besuchte er die École Alsacienne, später das Lycée Henri IV. Wegen seiner schwachen Gesundheit verbrachte er gemeinsam mit seiner streng protestantischen Mutter lange Zeit im südfranzösischen Montpellier. 1891 traf er mit den Schriftstellern Maurice Barrès, Stéphane Mallarmé und Oscar Wilde zusammen und schloss sich dem Kreis der Symbolisten um Mallarmé an. Von 1893 bis 1896 unternahm er zahlreiche Reisen durch Algerien, Tunesien, Italien und die Schweiz. 1908 war er Mitbegründer der literarischen Zeitschrift La Nouvelle Revue Française. In den folgenden Jahren stellten sich seine ersten literarischen Erfolge ein, sein Werk La porte étroite (Die enge Pforte) erregte in Frankreich viel Aufmerksamkeit. Während des Ersten Weltkrieges arbeitete er in der Zentrale für Flüchtlingshilfe in den von Deutschland besetzten belgischen und französischen Gebieten. Von 1925 bis 1926 war er außerordentlicher Gesandter des Kolonialministeriums. Zu dieser Zeit bekannte Gide sich zum Kommunismus, von dem er sich jedoch nach einer Reise in die Sowjetunion im Jahre 1936 wieder distanzierte. Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit machte er sich auch als Übersetzer einen Namen, er übersetzte unter anderen Werke von Shakespeare (Antonius und Cleopatra und Hamlet), William Blake und Walt Whitmans ins Französische. André Gide starb am 19. Februar 1951 in Paris. 1952  setzte der Vatikan alle seine Arbeiten auf den Index der verbotenen Bücher.

 

Wichtige Werke:

Romane
Le voyage d'Urien 1893 ( Reise Urians 1955 )
Paludes 1895 ( Die Sümpfe 1905 )
Le Prométhée mal enchaîné 1899 ( Der schlecht gefesselte Prometheus 1909 )
L'immoraliste 1902 ( Der Immoralist 1925 )
La porte étroite 1909 (Die enge Pforte 1909 )
Les caves du Vatican 1922 ( Die Verliese des Vatikan 1922 )
La symphonie pastorale 1919 ( Die Pastoralsymphonie 1925 )
Les faux-monnayeurs 1925 ( Die Falschmünzer 1928 )
Le journal des faux-monnayeurs 1926 ( Tagebuch der Falschmünzer 1929 )
L'école des femmes 1929 ( Die Schule der Frauen 1929 )
Robert 1930 ( Robert 1930 )
Geneviève 1935 ( Genoveva 1954 )
 
Dramen
Le roi Candaule 1901 ( Der König Candaules 1905 )
Saül 1903 ( Saul 1909 )
Oedipe 1931 ( Oedipus 1931 )
 
Dichtung
Les nourritures terrestres 1897 ( Uns nährt die Erde 1930 )
 
Traktate
Philotète 1899 ( Philoktet 1904 )
Le retour de l'enfant prodigue 1907 ( Die Rückkehr des verlorenen Sohnes 1914 )

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