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Rudolf Christoph Eucken *1846 † 1926
(Deutschland)

"In Anerkennung seines ernsthaften Suchens nach der Wahrheit, der durchdringenden Kraft der Gedanken, der Weite seines Blickfelds, der Wärme und Eindringlichkeit der Darstellung, womit er in seinen zahlreichen Arbeiten eine idealistische Lebensphilosophie gerechtfertigt und weiterentwickelt hat".

 

Rudolf Eucken *1846 † 1926Rudolf Christoph Eucken wurde am 5. Januar 1846 in Aurich (Ostfriesland) als Sohn eines Postmeisters geboren. Nach seinem Studium in Göttingen (u.a. bei Gustav Teichmüller) und Berlin war Eucken bis 1871 als Gymnasiallehrer tätig. 1871 wurde er als Nachfolger von Gustav Teichmüller zum Ordinarius für Philosophie nach Basel berufen, an der u.a. auch Friedrich Nietzsche und Jacob Burckhardt lehrten. 1874 wird er Ordinarius für Philosophie in Jena.

Nach anfänglichen Aristoteles-Forschungen und Untersuchungen zur philosophischen Terminologie entwickelte Eucken, hauptsächlich in den Jahren 1885-1888, eine Kulturphilosophie nach noologischer (geisteswissenschaftlicher) Methode. Grundgedanke dieser Philosophie ist die Notwendigkeit, die Seele des Menschen von einseitigem Intellektualismus und der Pseudokultur des Technischen zu befreien. Eucken war damit der Begründer des Neuidealismus. Rudolf Eucken starb am 15. September 1926 in Jena.

 

Wichtige Werke:

Geschichte und Kritik der Grundbegriffe der Gegenwart 1878
Geschichte der philosophischen Terminologie 1879
Die Einheit des Geisteslebens in Bewusstsein und Tat der Menschheit 1888
Die Lebensanschauungen der großen Denker 1890
Der Kampf um einen geistigen Lebensinhalt 1896
Der Sinn und Wert des Lebens 1908
Erkennen und Leben 1912
Mensch und Welt 1918
Lebenserinnerungen 1921


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