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Grazia Deledda *1875 † 1936
(Italien)"Für ihre von Idealismus getragenen Werke, die mit Anschaulichkeit und Klarheit das Leben auf ihrer heimatlichen Insel schildern und allgemein menschliche Probleme mit Tiefe und Wärme behandeln".
Grazia Deledda wurde am 27. September 1875 (anderen Quellen zufolge 1971) in Nuoro auf Sardinien als Tochter eines wohlhabenden und angesehenen Grundbesitzers geboren. Nach dem Besuch der Volksschule nahm sie Privatunterricht in italienischer Literatur. Bereits im Alter von dreizehn Jahren begann sie zu schreiben. Auf Anregung ihres Lehrers, der schon frühzeitig ihr Talent erkannte, sandte sie ihre Arbeiten an eine Zeitschrift, die diese sofort veröffentlichte. 1892 erschien ihr erster Roman Fior di Sardegna. 1900 heiratete Deledda den Staatsbeamten Palmiro Madesani und lebte mit ihm zunächst in Cagliari, später in Rom. Grazia Deledda verfasste unter anderen über 350 Novellen, 30 Erzählungen, zahlreiche Gedichte und 38 Romane. In ihrem Werk schildert sie hauptsächlich die Landschaft und das Leben ihrer sardinischen Heimat. 1930 übersetzte sie Honoré de Balzacs Werk Eugènie Grandet ins Italienische. Grazia Madesani, née Deledda starb am 15. August 1936 in Rom.
Wichtige Werke:
Canne al vento 1913 ( Schilfrohr im Wind 1930 )
Marianna Sirca 1915 ( Marianna Sirca 1938 )
La Madre 1920 ( Die Mutter 1922 )
La fuga in Egitto 1925 ( Die Flucht nach Ägypten 1927 )
Il vecchio e i fanciulli 1929 ( Der Alte und die Jungen 1929 )
Cosima 1937 ( Cosima. Die Jugend einer Dichterin 1942 )