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Camilo José Cela * 1916 † 2002
(Spanien)"Für seine reiche und eindringliche Prosakunst, die mit verhaltenem Mitgefühl eine herausfordernde Vision menschlichen Ausgesetztseins gestaltet"
Camilo José Cela wurde am 11. Mai 1916 in Iria Flavia (La Coruna/Galicien) geboren. Mit neun Jahren ließ er sich mit seiner Familie in Madrid nieder, wo er zunächst Medizin, später Philosophie an der Complutense-Universität studierte. Während des spanischen Bürgerkriegs veröffentlichte Cela 1936 sein erstes Buch Pisando la dudosa luz del día (Das zweifelhafte Tageslicht betretend). Noch im selben Jahr wurde er vom Militär eingezogen. 1940 begann er ein Jurastudium, das er jedoch 1943 wieder abbrach, um sich nun vollständig seiner Arbeit als Schriftsteller zu widmen. Sein literarischer Durchbruch gelang ihm 1942 mit dem Roman La familia de Pascual Duarte (Die Familie Pascual Duartes), obwohl ihm dieses Werk nicht nur Freunde verschaffte. Insbesondere kritisierte die katholische Kirche die schonungslose Direktheit, mit der auch Schreckliches geschildert wird. Eine Neuauflage wurde 1943 verboten, was Cela jedoch nicht davon abhielt das Werk 1945 in Argentinien zu veröffentlichen. Ab 1954 lebte Cela auf Mallorca, wo er die Monatszeitschrift Papeles de Son Armadans gründete, die während der Franco-Ära ein Sprachrohr für die junge Opposition Spaniens war. Cela schrieb rund 70 Bücher, unter ihnen zehn Romane, etwa 20 Bände mit Erzählungen, eine große Anzahl von Reisebeschreibungen und eine Essay-Sammlung. Neben dem Nobelpreis für Literatur wurde er noch mit zahlreichen weiteren Preisen geehrt, unter anderen mit dem Príncipe de Asturias de la Letras (1987) und dem Cervantes-Preis (1995), dem wichtigsten Preis im spanischsprachigen Raum. Camilo Cela starb am 17. Januar 2002 in Madrid.
Wichtige Werke:
La familia de Pascual Duarte 1942 ( Pascual Duartes Familie 1949 )
Avila 1952 ( Avila 1955 )
Mrs. Caldwell habla con su hijo 1953 ( Mrs. Caldwell spricht mit ihrem Sohn 1961 )
La colmena 1951 ( Der Bienenkorb 1964 )
Gavilla de fábulas sin amor 1962 ( Geschichten ohne Liebe 1968 )
Viaje a la Alcarria 1948
Notas de un vagabundaje por Segovia, Avila y sus tierras 1952
Historias de España. Los ciegos. Los tontos 1958 ( Neunter und letzter Wermut. 28 Geschichten aus dem spanischen Leben 1990 )
Mazurca para dos muertos 1983 ( Mazurka für zwei Tote 1991 )
Y en el planeta un punto: TUY 1994
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