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John Maxwell Coetzee - Schande

John Maxwell Coetzee - SchandeDavid Lurie, Literaturprofessor in mittleren Jahren und zweimal geschieden, ist in Ungnade gefallen: eine Affäre mit einer seiner Studentinnen, die er ohne große Leidenschaft und ohne sonderliche Bedenken unterhielt, ist an die Öffentlichkeit gedrungen. Der peinlichen Befragung durch eine Untersuchungskommission entzieht er sich durch ein Schuldbekenntnis.
Er quittiert seinen Dienst und verläßt Kapstadt, um sich für eine Weile zu seiner Tochter aufs Land zurückzuziehen.
Lucy, die keinerlei Ambitionen in der Welt ihres Vaters hat, versucht auf einem entlegenen Stück Land eine kleine Farm aufzubauen. Zunächst scheint es, als könnten der Einfluß Lucys und der natürliche Rhythmus des Farmlebens Davids aus den Fugen geratenem Leben neuen Halt geben, doch dann werden Vater und Tochter Opfer eines brutalen Überfalls, in dessen Folge der grundlegende existentielle Konflikt zwischen beiden offen zutage tritt. Während David mit seinen absoluten, eher philosophischen Begriffen von Recht und Würde die Bestrafung der Täter mit allen Mitteln des Gesetzes betreiben will, kommt Lucy zu realistisch-nüchternen Schlüssen und nimmt den Kampf auf ihre Weise auf:
sie akzeptiert die Gesetze der Lebenswirklichkeit, für die sie sich nun einmal entschieden hat. David muß seine eigene Rettung finden.

 

"Die fortwirkende Erbschaft von Hass und Rachsucht, die das formelle Ende der Apartheid noch lange überdauern wird, beschwört J. M. Coetzee in lakonischer Sprache - und mit der Bannkraft von Weltliteratur."

Der Spiegel

Quelle:
S. Fischer Verlag
Hedderichstrasse 114
60596 Frankfurt am Main
Telefon (+49) (0) 69/6062-0
Fax (+49) (0) 69/6062-319

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