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Eugene O'Neill - Ein Mond für die Beladenen
Eugene O'Neills 1943 entstandenes Theaterstück Ein Mond für die Beladenen greift noch einmal das Schicksal von O'Neills älterem Bruder Jamie auf, den er bereits als James Tyrone jr. in Eines langen Tages Reise in die Nacht porträtierte.
In der Begegnung mit Josie Hogan, der schönen und mütterlichen Tochter seines irischen Pächters, gelingt es James Tyrone, der rettungslos dem Alkohol und seinen Schuldgefühlen verfallen ist, den Geistern der Vergangenheit für kurze Zeit zu entfliehen. Je besser sich das Paar während ihres Zusammenseins unter dem fah-len Licht des Mondes versteht, desto mehr entfernen sie sich als Liebende. Als sie nach dieser gemeinsamen Nacht unter dem Sep-tembermond wieder auseinandergehen, tun sie dies in der Gewißheit, das Glück wenigstens für einen Augenblick erfahren zu haben.
In diesem Schauspiel, in dessen Mittelpunkt eine der ungewöhnlichsten Liebesszenen der Weltliteratur steht, handelt Eugene O'Neill den von ihm immer wieder thematisierten Gegensatz zwischen Illusion und Wirklichkeit fast versöhnlich ab.
Quelle:
S. Fischer Verlag
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