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Sir Vidiadhar Surajprasad Naipaul - Jenseits des Glaubens
Aus dem Englischen von Monika Noll und Ulrich Enderwitz
Eine Anleitung zum Weltverständnis - die Fortsetzung der Islamischen Reise
Im Ursprung ist der Islam eine arabische Religion. Jeder Muslim, der kein Araber ist, ist folglich ein Bekehrter. Was passiert mit Menschen, die die Abkehr von ihrer alten Welt vollziehen und Teil der Geschichte Arabiens werden? Was hat der arabische Islam mit der Geschichte von Indonesien, dem Iran, Pakistan und Malaysia gemacht? Wie sehen die konvertierten Völker ihre Vergangenheit? Und wie ihre Zukunft?
Schon einmal hatte Naipaul vier nichtarabische Länder besucht, in denen Muslime leben, und seine Erfahrungen in dem Reisebericht "Eine islamische Reise" festgehalten. Sechzehn Jahre später bereiste er sie noch einmal, um mit geschärftem Blick dort anzuknüpfen, wo er damals aufgehört hatte. Jenseits des Glaubens beschreibt die Facetten des islamischen Glaubens, sein revolutionäres und fundamentalistisches Potenzial, das die Gesellschaften von Bekehrten zwangsläufig bergen.
Kritisch und menschlich zugleich präsentiert sich V. S. Naipaul hier weniger als Reiseliterat denn als "Menschenentdecker" und Geschichtenerzähler — und als ein unbequemer Beobachter, der Faszination und Widersprüche einer in den Brennpunkt geratenen Religion aufdeckt.
Quelle:
Claassen Verlag
Friedrichstr. 126
10117 Berlin