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Wole Soyinka - Ibadan
»Stellen Sie sich vor, V. S. Naipaul wäre ein glücklicher Mensch, V. S. Pritchett hätte seine Eltern geliebt, und Vladimir Nabokov wäre in einer kleinen nigerianischen Stadt aufgewachsen und hätte sich für die Politik entschieden. Wole Soyinka gehört in ihre Gesellschaft, eine Bande von Kindern, die in einem wunderbaren Garten mit fast zu vielen Kulturen groß geworden sind.« The New York Times
Ibadan, eine kleine Stadt im Westen Nigerias, ist Mittelpunkt dieser eindringlichen Expedition Wole Soyinkas in die Jahre, wo Nigeria unabhängig wurde und sogleich Korruption, Machthunger und Grausamkeit um sich griffen. Die Ermordung Ken Saro Wiwas ist der vorläufig letzte Akt dieser fortdauernden Tragödie.
Doch Ibadan steht auch für die Streunerjahre Soyinkas, der sein Alter ego Maren noch einmal die bizarren Erlebnisse seiner Jugend durchleben läßt: die Schule in Ibadan, das Studium in Leeds, als Dramaturg in London, um beinahe als Sänger in einem Pariser Café zu landen. Als Dozent kehrt Maren zurück, und wieder ist es in Ibadan, wo Wole Soyinka 1965 eine Radiostation mit vorgehaltener Pistole zwingt, ein Tonband mit den tatsächlichen Wahlergebnissen auszustrahlen. Die Spottlust ist Maren ein polemischer Blitzableiter, durch den er Mut und Hoffnung nicht verliert. Es entsteht das Porträt eines jungen Menschen auf seinem abenteuerlichen Weg zum politisch engagierten Künstler, der sich unbeirrt, unabhängig und unerschrocken in die Geschicke seines Landes einmischt, um bei seiner Sache zu bleiben: der Würde, der Literatur.
Quelle:
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