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Nagib Machfus - Die Spur
»Es ist nicht unbedingt die Norm, dass eine Rezensentin bei dem Werk eines Nobelpreisträgers zuerst die rechte und dann erst die linke Seite liest, weil sie es nicht aushalten kann vor Spannung.« Schweizer Bibliotheksdienst
Auf dem Totenbett lüftet die Mutter, eine in ganz Alexandria gefürchtete Bordellwirtin, ihr letztes Geheimnis - sie gibt Sabir den Namen seines Vaters und eine Fotografie preis. Damit beginnt die Suche nach einem Unbekannten; denn wenn der Sohn seinen Platz finden und nicht verloren gehen soll, muß er seine Abstammung, seinen Vater kennen.Die Suche führt ihn durch Alexandria und Kairo, durch Höhen und Tiefen der ägyptischen Gesellschaft. Soll er sich für die liebenswerte Ilham und die Aussicht auf ein ehrbares, freilich recht ordentliches Leben entscheiden? Oder für die leidenschaftliche Karima, die wie er auf Lust und Reichtum aus ist, aber mit einem Tattergreis verheiratet ist? Es kommt zum Mord, die Katastrophe lässt sich nicht aufhalten.Nagib Machfus' Roman, 1964 entstanden, lässt sich gleichermaßen als spannender Kriminalroman, als Bildungsroman oder Sittenbild lesen. Er wurde als politische Parabel für eine Gesellschaft interpretiert, die ihre Wurzeln verloren hat. Der Vater bleibt das Geheimnis, und das Leben bietet wenig Hoffnung auf ein Glück in Anstand und Ehrbarkeit.
Quelle:
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