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Joseph Aleksandrowitsch Brodsky * 1940 † 1996
(USA)"Für ein literarisches Schaffen von umfassender Breite, geprägt von gedanklicher Schärfe und dichterischer Intensität"
Joseph A. Brodsky wurde am 24. Mai 1940 in Leningrad als Sohn jüdischer Eltern geboren. Bereits im Alter von 18 Jahren begann er Gedichte zu verfassen. Wegen "Sozialen Parasitentums" wurde er im März 1964 für fünf Jahre zu schwerer Zwangsarbeit nach Arkhangelsk im Norden Russlands verbannt, wurde jedoch nach 18 Monaten begnadigt. Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit erlangte er international hohes Ansehen als Übersetzer. Unter anderen übersetze Brodsky zahlreiche Werke des polnischen Dichters Czeslaw Milosz ( Nobelpreis 1980 ). 1972 verließ er die Sowjetunion und ließ sich nach Aufenthalten in Wien und London schließlich in den USA nieder. 1977 wurde er amerikanischer Staatsbürger. Brodsky war Gastprofessor an zahlreichen hochrenommierten Universitäten, wie z.B. der University of Michigan, dem Queens College, dem Smith College, der Columbia University, und der Cambridge University in England, um nur einige zu nennen. 1978 wurde ihm die Ehrendoktorwürde der Yale University verliehen. Ab 1986 war er Professor für Literatur am Mount Holyoake College (Massachusetts). Obwohl seine Werke später auch in Russland veröffentlicht wurden, zog es ihn nicht mehr in seine Heimat zurück. Joseph A. Brodsky starb am 28. Januar 1996 in New York an einer Herzattacke, wurde jedoch seinem Wunsch entsprechend in Venedig beigesetzt.
Wichtige Werke:
- Lyrik:
- Stichotvorenija i poèmy 1965
Ostanovka v pustyne 1970
Konec prekrasnoj epochi 1977
Rimskie elegii 1982 ( Römische Elegien u. a. Gedichte )
Novye stansy k Avguste 1983
Uranija 1987 ( An Urania 1994 )- Essays:
- Less than one 1986 ( Flucht aus Byzanz, auch unter dem Titel Erinnerungen an Leningrad )
Fondamenta degli incurabili 1989 ( Ufer der Verlorenen 2001 )
On grief and reason 1995 ( Von Schmerz und Vernunft, auch unter dem Titel Der sterbliche Dichter 1998 )- Dramen:
- Mramor 1984 ( Marmor 1991 )
V okrestnostjach Atlantidy. Novye stichotvorenija 1995