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Miguel Ángel Asturias * 1899 † 1974
(Guatemala)

"für seine in volkstümlicher Eigenart und indianischen Traditionen Lateinamerikas verwurzelten farbenreichen Dichtung"

 

Miguel Angel Asturias * 1899 † 1974Miguel Ángel Asturias wurde am 19. Oktober 1899 in Ciudad de Guatemala als Sohn eines Richters und einer Mayaindianerin geboren. Von 1904 bis 1907 wurde die Familie aus der Hauptstadt nach Baja Verapaz verbannt, nachdem der Vater sich geweigert hatte revoltierende Studenten zum Tode zu verurteilen. Ab 1918 studierte er Medizin, ging jedoch noch im gleichen Jahr an die Universidad de San Carlos um dort Jura und Publizistik zu studieren. Ab 1924 studierte er nach einem kurzen Aufenthalt in London Religions- und Völkerkunde an der Sorbonne in Paris. 1926 schloss er sein Studium mit einer Arbeit über die "Religionen und Mythen der Eingeborenen Amerikas" ab. International bekannt wurde Asturias im Jahre 1930 mit der Veröffentlichung seines Buches Leyendas de Guatemala (Legenden aus Guatemala). In den 30er Jahren unternahm er zahlreiche Reisen ins Ausland, unter anderen nach Italien, Griechenland, Ägypten, Palästina und die USA. Im Jahre 1946 trat er in den diplomatischen Dienst, wurde zunächst Kulturattaché in Mexiko, später Botschafter in Argentinien und El Salvador. Nach dem Sturz der Regierung in Guatemala musste er seine Ämter niederlegen. Er verbrachte zwölf Jahre im Exil, unter anderen in Buenos Aires, Genua und Paris. Nachdem 1966 wieder freie Wahlen in Guatemala stattgefunden hatten, kehrte er zurück in den diplomatischen Dienst und wurde von Präsident Julio Mendez Montenegro zum Botschafter in Paris ernannt (bis 1970). Im selben Jahr wurde er mit dem Lenin-Friedenspreis ausgezeichnet und der französische Pen-Club ernannte Asturias zu seinen Präsidenten. Miguel Ángel Asturias starb am 9. Juni 1974 in Madrid.

 

Wichtige Werke auf deutsch:

Legenden aus Guatemala 1930
Der Herr Präsident 1946
Die Maismänner 1949
Bananen-Trilogie
- Sturm 1949
- Der grüne Papst 1954
- Die Augen der Begrabenen 1960
Weekend in Guatemala 1955
Don Niño oder Die Geographie der Träume 1961
Der Spiegel der Lida Sal, Erzählungen 1967
Der böse Schächer 1968
Ein Land, das schmeckt, Essays und Gedichte 1970 gemeinsam mit Pablo Neruda
Drei von vier Sonnen 1971


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